Start Aufgaben Warten auf die Zahlen aus der Behörde!

Warten auf die Zahlen aus der Behörde!

Datum

Deutschlandweit gilt seit 2008 der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Den kann Bremen auch im Kita-Jahr 2019/20 nach heutigem Informationsstand nicht umsetzen. Schon im Februar ließ die Auswertung der Statusberichte I der Träger vermuten, dass wieder einige hundert Kinder in dieser Stadt ohne Betreuungsplatz sein werden.

Bremen selbst definiert die Rolle der frühkindlichen Bildung im Bildungsplan für Kinder von 0-10 Jahren (https://www.bildung.bremen.de/bildungsplan_0_bis_10-164724) – doch schafft es die Stadt auch im 11. Jahr nach Einführung des Rechtsanspruchs nicht, dieses Bildungs- und Betreuungssystem für alle Kinder zugänglich zu machen.

Die fehlenden Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter und über 3 Jahren sowie ein ausreichendes Hortplatzangebot für Grundschüler zu schaffen, muss zentrale Aufgabe der senatorischen Behörde für Kinder und Bildung sein. Sinnvolle Lösungsstrategien sind immer von einer möglichst präzisen Beschreibung des Problems abhängig, doch ist das tatsächliche Ausmaß der Bedarfslücke für Betreuungsplätze auch im Juni noch nicht bekannt. Wir Bremer müssen nach dem Statusbericht I davon ausgehen, dass, anders als Bürgermeister Sieling im Wahlkampf erklärte (https://www.youtube.com/watch?v=xCdnk5LYWRI&feature=youtu.be), nicht alle Kinder versorgt werden.

Im Auftrag der Bremer Eltern haben Elternvertreter und Presse deshalb in der senatorischen Behörde nachgefragt, wie viele Kinder 2019/20 nun tatsächlich ohne Betreuungsplatz sein werden. Diese Zahl veröffentlicht alljährlich die Auswertung der Statusberichte II der Träger, eine korrigierte Version des Statusberichts I, der etwa alle Doppelanmeldungen herausrechnet. In diesem Jahr aber lässt der Statusbericht II auf sich warten. Schon vor der Wahl hätten computertechnische Probleme seine Herausgabe nicht möglich gemacht. Die technischen Schwierigkeiten halten an, wie die senatorische Behörde Anfang der Woche auf Nachfrage mitteilte. Schade, denn wie mag man sich die Lösung eines Problems vorstellen, das noch nicht einmal vollumfänglich beschrieben ist?

Aus all den Krippen- und Kitakindern mit und ohne Betreuungsplatz werden in ein paar Jahren Schulkinder, hoffentlich können sie dann wenigstens gemeinsam eingeschult werden…

Die genauen Zahlen zur Planung des Kindergartenjahres 2019/2020 können hier eingesehen werden: https://www.kinderbetreuungskompass.de/Informieren.html
(Kästchen auf der linken Seite „Planung Kindergartenjahr 2019/2020“)

 

Hintergrundinfo – so rechnet der Statusbericht I:
Die Anmeldungen für Plätze der einzelnen Betreuungsarten wurden mit dem derzeit laufenden Platzangebot (Stand 01.01.2019) gegenübergestellt. In den Zahlen sind die Doppelanmeldungen noch enthalten. Daraus ergab sich im Statusbericht I ein Nachfrageüberhang von rd. 568 Plätzen für Betreuungsart 0-<3 Jahre und ein Nachfrageüberhang von rd. 1.262 Plätzen für die Betreuungsart 3-<6 Jahre.
Darüber hinaus lag die Zahl der Anmeldungen für Schulkinder zur Betreuung in einem Hort oder anderen Betreuungsprojekten der Jugendhilfe gesamtstädtisch um 293 Anmeldungen über der Zahl der angebotenen Plätze.
Konkret stellt sich die Versorgungssituation in den Stadtteilen unterschiedlich dar.

Kategorie

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Bitte gib deine Nachricht ein.
Bitte trag deinen Namen hier ein.

Letzte Beiträge:

Kitaplatz? 900x leider nein

Nach der Wahl und zum letzten Jugendhilfeausschuss der 19. Legislaturperiode in Bremen liegen endlich die fehlenden Kitaplatzzahlen vor. 900 Kinder ohne Platz, 600 weitere Kinder...

Warten auf die Zahlen aus der Behörde!

Deutschlandweit gilt seit 2008 der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz. Den kann Bremen auch im Kita-Jahr 2019/20 nach heutigem Informationsstand nicht umsetzen. Schon im Februar...

Hort – Es platzt aus allen Nähten (Gast)

Zwei Jahre alt und immernoch aktuell: Die räumlichen Kapazitäten im Hort der Kita Engelkestr. in Habenhausen platzen aus allen Nähten. Gern würde das Hortteam...

Schreiben ,,nach Gehör“? (Gast)

Im Wahlkampf zur Bremer Bürgerschaft wird hier und da davon geredet, das sog. „Schreiben nach Gehör“ müsse verboten und das Lesen- und Schreibenlernen mit...